netzwerkeln #5 – Berufliche Netzwerke

netzwerkeln #5 – Berufliche Netzwerke

Neben den millionenfach genutzten Sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram gibt es verschiedene berufliche Netzwerke. Mit diesen beschäftigen wir uns in dieser Woche im Social-Media-Kurs netzwerkeln.

Ein Netzwerk zum Publizieren und Verbreiten von Veröffentlichungen (wie ResearchGate oder Academia.edu benötige ich nicht, deshalb habe ich mir zwei Plattformen näher angesehen, von denen die meisten sicher schon gehört haben: LinkedIn und Xing.

Xing nutzte ich im letzten Jahr, um mir ein Bewerbungsprofil anzulegen. Sehr praktisch finde ich die Möglichkeit, Suchaufträge für Jobangebote anzulegen. Per E-Mail wird man dann regelmäßig informiert, wenn Tätigkeitsangebote veröffentlicht werden, die den Suchaufträgen entsprechen. Auch die Xing-App kann gut genutzt werden, um auf dem Laufenden zu bleiben. Anreize, eine Premium-Mitgliedschaft zu erwerben, entdeckte ich nicht. Aus meinem Bekanntenkreis tummeln sich hier nicht sonderlich viele Mitglieder, so dass ich Xing auch nicht zur Kontaktpflege benötige. Gut gefällt mir der übersichtliche und schnell erfassbare Aufbau der Seiten.

Ganz anders bei LinkedIn. Als ich mich heute zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder anmeldete, wurde ich überschüttet mit Meldungen, Tipps, Werbebannern und Upgrade-Werbeversuchen – furchtbar! Im Normalfall hätte ich mich direkt wieder ausgeloggt, aber für diesen Beitrag wollte ich mir wenigstens einen Kurzüberblick verschafft haben.

Was gleich auffiel, unter den angeprisenen Kontakten, mit denen man sich mit einem Mausklick vernetzen kann, sind einige bekannte Gesichter und Namen. Zur Vernetzung scheint mir die Plattform also durchaus geeignet zu sein. Allerdings verwirren die vielen angebotenen Kontakte auch. Weil ich als einen Arbeitgeber eine Stadtverwaltung im Profil angab, werden mir viele Leute angezeigt, die ebenfalls in einer Stadtverwaltung tätig sind/waren, unabhängig davon, ob sich diese in Hamburg, Düsseldorf oder Ostthüringen befindet.

Man kann eigene Beiträge verfassen, Fotos und Videos einbinden, was Facebook sehr ähnelt. Eine vertraute Handhabung ist durchaus ein Pluspunkt. Trotzdem werde ich die Plattform zukünftig nicht aktiver nutzen, denn mehrere solcher sozialen Netzwerke zu pflegen, wenn es auch unterschiedliche Schwerpunkte gibt, ist mir zu zeitaufwändig

Wer sich mit Xing und LinkedIn länger beschäftigt, wird sicher auch Berufskollegen finden. Doch um mit denen in Austausch zu kommen und zu bleiben, Ergebnisse und Tipps auszutauschen, gibt es aus meiner Sicht geeignetere Kanäle. Eine gezielte bibliothekarische Nutzung ist sicherlich möglich, aber erscheint mir nicht reizvoll.

Die letzten Lektionen unserer Reise durch die Welt der Social Media haben uns einen guten Überblick verschafft. Die Netzwerke meiner Wahl werden Instagram und Facebook bleiben. Hier finde ich meine privaten und beruflichen Interessen am besten untergebracht. Die anderen Plattformen haben ihre Reize (besonders gefreut hat es mich, auf Mastodon gestoßen worden zu sein), aber für mich keinen Mehrwert, weil sie eher meine Reiz- und Medienüberflutung fördern.

Ein Gedanke zu „netzwerkeln #5 – Berufliche Netzwerke

  1. Hallo,

    wieder sehr umfangreiche Gedanken zu dem Thema. Die Vernetzung ist ein großer Mehrwert, aber wie immer kostet sie Zeit und je professioneller man sich auf das Netzwerken einlassen will, desto wichtiger ist es, das mit einem Ziel und einem Konzept zu machen. Warum sind diese vier Netzwerke in einen bibliothekarischen Social-Media-Selbstlernkurs gelandet?
    Im wissenschaftlichen Umfeld ist es gut zu wissen, wie Academia und ResearchGate funktionieren, da sie auf kommerzieller Ebene eine Konkurrenz für nichtkommerzielle bibliothekarische Angebote sein können. Xing und LinkedIn werden zunehmend von Bibliotheken auf für die Rekrutierung erfahrener Kolleg*innen genutzt, aber auch Firmen suchen dort nach “Information Professionals”.
    Alle 4 Netzwerke sind immer wieder in Kritik aufgrund ihres zum Teil sehr aggressiven Vorgehens geraten, aus Freemium-Kunden Premium-Kunden machen zu wollen. Danke, dass Sie sich dennoch die Zeit genommen haben, sich so mit den beiden Netzwerken auseinanderzusetzen. (DB)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.